Freitag, 21. Februar 2014

Flambierte Mango und Passionsfrüchte auf Joghurt-Bett

Wahnsinn! Der letzte Post ist schon wieder fast drei Monate her - wie schnell die Zeit vergeht! Ich muss mich für meine Abstinenz formvollendet entschuldigen: Ich hatte einfach so viel um die Ohren, die Uni hatte mich fest im Griff, was sie grade leider immer noch hat. Aber ich fand, dass es auch ein Leben nach der Uni gibt (vielleicht auch eindeutige Anzeichen für Prokrastination?) und deswegen gibt es heute einen leckeren Rezeptvorschlag für das Wochenende!

Ich habe es vergangenes Wochenende endlich gewagt, mich ans Flambieren heranzutrauen und mein Resümée fällt sehr eindeutig aus: Es ist überhaupt nicht schwer, wenn man alles griffbereit hat, und es schmeckt einfach superlecker!

Für 4 Personen braucht ihr:

Zutaten für die flambierte Mango:
  • 1 Mango
  • 4 Passionsfrüchte
  • 4 EL Orangensaft
  • 5 EL Zucker
  • 20g Butter
  • 5cl Rum, Cognac oder etwas anderes Hochprozentiges zum Flambieren (min. 35% Vol.)
 Zutaten für das Joghurt-Bett:
  • 250g Magerquark
  • 400g Joghurt
  • Zucker (nach Gusto)
  • Vanille aus einer Vanilleschote (alternativ: Vanillezucker)

Zubereitung:
  1. Die Mango schälen und in nicht all zu dünne Streifen schneiden. Die Passionsfrüchte halbieren, den Inhalt mit einem Löffel ausschaben und in eine Tasse geben. Zucker, Butter und Rum abmessen und beiseite stellen.
  2. Für das Joghurt-Bett alle Zutaten in eine Schüssel geben und gut verrühren, bis eine cremige, konstante Masse entstanden ist. Auf vier Schälchen oder Gläser verteilen und wieder ab in den Kühlschrank.
  3. Zunächst wird der Zucker karamellisiert: Dazu einfach den Zucker in einen Topf oder eine kleine Pfanne geben und bei leichter Hitze karamellisieren, bis er sich verflüssigt. Die Konsistenz mag am Anfang etwas zäh und hart wirken und mehr an Karamellbonbons erinnern, das ist aber so in Ordnung, also nicht in Panik verfallen ;). Der Zucker muss einfach so lange erwärmt werden, bis er sich verflüssigt. Butter hinzugeben und schmelzen lassen, den Orangensaft und die Passionsfrucht hinzugeben und einmal kurz aufkochen.
  4. Die Mangostücke werden nun zu der Passionsfrucht-Karamell-Masse gegeben. Auf mittlerer Hitze etwa 10 Minuten köcheln und eindicken lassen. In dieser Zeit den Alkohol leicht (!) erwärmen. Das erhöht die Entzündlichkeit und garantiert euch, dass der Schnappes auch wirklich brennt.
  5. Jetzt geht's ans Flambieren: Wichtig ist hierbei, dass nichts im Weg steht, was in Flammen aufgehen kann. Also für die langhaarigen Mädels unter euch gilt: Haare zusammen binden! Am besten mit einem langen Streichholz oder einem gestielten Feuerzeug den Alkohol im Topf direkt anzünden und die brennende Masse in die Pfanne mit dem Obst geben. An diesem Punkt dann einfach mal nichts tun und von eurem "brennenden" Nachtisch fasziniert sein :). Es muss nicht abgelöscht werden, da die Flamme von selbst erlischt, wenn der Alkohol verbrannt ist. 
  6. Die Pfanne vom Herd nehmen, die Schälchen aus dem Kühlschrank holen und die etwas abgekühlte Obstmasse auf das Joghurt-Bett setzen. 
  7. Genießen!
  (Heute mal ein Foto in "bester" iPhone-Qualität - sorry!)

Mittwoch, 27. November 2013

Selbstgemachte Weihnachtsgeschenke

Ihr seid noch auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken, wollt aber euren Geldbeutel schonen und dennoch etwas möglichst individuelles gestalten? Wie wäre es denn damit: 
Blanko-Stofftaschen, die ihr individuell mit Stofffarben und anderen Materialien gestalten könnt. Ist schnell gemacht und sieht sehr schön aus! 

Ihr braucht:
  • unbedruckte Stoffbeutel
  • Farbe zum Bemalen von Stoffen und dazu Pinsel und eventuell Schablonen // Knöpfe, Bänder, Stoffreste, ... // Transferpapier zum Aufbügeln // ...

1. Ökoshoppingbag

Für diese Tasche habe ich lediglich zwei verschiedene Stoffmalfarben, Pinsel, Buchstabenschablone und ein spitz zulaufendes Moosgummi-Dreieck benötigt. Wichtig ist, dass in die Tasche eine Zeitung oder anderes Papier gelegt wird, da die Farbe sonst durchdrückt. Nach Beschreibung Farbe auf die Tasche anbringen und gut trocknen lassen - fertig ist die umweltfreundliche, selbstgemachte Einkaufstasche!


2. Kraut-und-Rüben-Beutel

Diese Tasche wäre passend zum wöchentlichen Gemüseeinkauf auf dem Markt, kann aber auch für den Transport aller anderen Dinge eingesetzt werden. Lustigerweise ergibt Kraut-und-Rüben nach unten gelesen "Kur" - damit hättet ihr also einen Kraut-und-Rüben-Kur-Beutel, der ausspricht, was Ernährungswissenschaftler empfehlen: Gemüse ist gesund! :)

Für diese Tasche habe ich ebenfalls wieder nur mit einfachen Mitteln gearbeitet:
3. Frida-Kahlo-Tasche

Ihr habt ein Faible für einen bestimmten Künstler? Warum nicht öffentlich dazu stehen? Ich bin ein großer Fan von Frida Kahlo und habe sie deswegen auf dieser Tasche verewigt. Hier ist der Aufwand ein bisschen größer, dafür ist die Tasche - finde ich - um so schöner geworden.
Ein Bild nach Belieben auf Transfer-Papier drucken und nach Anleitung verfahren. Dann mit Stoffresten, Bändern, Knöpfen und was euer Bastelkorb noch so her gibt verzieren. Mit der Nähmaschine kann man ebenfalls schöne Details zaubern. Dabei darauf achten, dass die Farben der Deko zum Bild passen, dann ergibt das ein schönes stimmiges Bild!


Dienstag, 26. November 2013

Schwedische Zimtschnecken

Diese feinen Hefeleckereien sind im hohen Norden auch bekannt als "Kanelbullar". Ich habe sie für meine Freunde und mich als Wegzehrung für einen kleinen Ausflug nach Strasbourg gebacken - sehr lecker :)

Für 30 Portionen braucht ihr:
  • 150g Butter / Margarine
  • 500ml Milch
  • 1 Pck. Trockenhefe
  • 150g Zucker
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Kardamom, gemahlen
  • 1kg Mehl
FÜLLUNG
  • 75g Butter / Margarine
  • 100g Zucker
  • 1 EL Zimt
  • 1 Ei, zum Bestreichen

Und so geht's:
  • Die trockenen Teigzutaten  in einer Schüssel gut vermischen und beiseite stellen.
  • Dann wird die Butter bzw. Margarine geschmolzen, Milch hinzugefügt und leicht erwärmt (max. 37°). Den Topf vom Herd nehmen und zu den trockenen Zutaten geben, erst etwas mit einem Holzlöffel vermengen und dann kneten. Der Teig sollte nicht zu trocken sein, also lieber noch (wenig!) warmes Wasser auf die Hände geben, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. 
  • Wenn alles gut vermischt ist, die Schüssel mit einem Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort auf die doppelte Menge aufgehen lassen (etwa eine Stunde). 
  • Im nächsten Schritt den Teig auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche durchkneten und in drei Teile teilen. Jeder der drei Teile wird nacheinander zu einer dünnen, recheckigen Fläche ausgerollt und mit flüssiger Butter bzw. Margarine (Raumtemperatur) bestrichen. Darauf kommt dann eine dicke Schicht der Zimt-Zucker-Mischung. Zu einer Schlange aufrollen und in etwa 2cm (oder größer, je nach Lust) dicke Scheiben schneiden.
  • Auf einem Backblech die Schnecken nochmal etwa 30 Minuten auf die doppelte Größe gehen lassen und anschließend mit geschlagenem Ei bepinseln. Wer mag, kann noch ein wenig vom Zimt-Zucker auf die Schnecken geben - aber dann vorsichtig sein mit der Backzeit! Der Zucker karamellisiert sehr schnell und wird dann rasch schwarz! 
  • Im vorgeheizten Backofen werden die "Kanelbullar" dann bei 250-275° für etwa 5-8 Minuten (kommt auch ein bisschen auf den Backofen an) oder bis sie goldbraun sind gebacken. Herausnehmen und unter einem Geschirrtuch abkühlen lassen. Passt perfekt zu einem Novembertag-Kaffeekränzchen im Warmen! 


Dienstag, 19. November 2013

Ein Liebeslied

Es ist wieder an der Zeit für ein bisschen Lyrik - diesmal wieder von Else Lasker-Schüler, meiner absoluten Lieblingsdichterin! Dem Gedicht bin ich schon vor langer Zeit in der Schule begegnet, seither lese ich es immer wieder gerne, weil es so wunderschön ist. Lasst euch bezaubern von diesen schönen Worten:

 
Ein Liebeslied

Komm zu mir in der Nacht - wir schlafen engverschlungen.
Müde bin ich sehr, vom Wachen einsam.
Ein fremder Vogel hat in dunkler Frühe schon gesungen,
Als noch mein Traum mit sich und mir gerungen.

Es öffnen Blumen sich vor allen Quellen
Und färben sich mit deiner Augen Immortellen...

Komm zu mir in der Nacht auf Siebensternenschuhen
Und Liebe eingehüllt Spät in mein Zelt.
Es steigen Monde aus verstaubten Himmelstruhen. 

Wir wollen wie zwei seltene Tiere liebesruhen
Im hohen Rohre hinter dieser Welt.

(Else Lasker-Schüler)


Sweet Dreams - Kissenbezüge nähen

Oma S. hat ganze Schränke voller alter Stoffe, die sie nicht mehr benötigt, die aber so hübsch sind, dass es zu schade wäre, sie einfach darin versteckt zu halten. Deshalb habe ich mir einige der Stoffe herausgesucht und ihnen neues Leben eingehaucht - auf Kissenbezügen!

1. Blümchen, Knöpfe und gehäkelte Spitze

Für dieses Kissen braucht man eigentlich nicht viel. Grundvoraussetzung ist natürlich eine Nähmaschine, alles andere findet sich entweder bei Oma und Mama oder in Stoffgeschäften. Ich habe mich für einen geblümten Stoff entschieden, den ich auf die Größe für eine 40x40 Kissenfüllung zugeschnitten habe, sprich 40cm breit plus Nahtzugabe und 90cm lang plus Nahtzugabe. Den Stoff an den kurzen Seiten einfassen, dann die Spitze (hier ein uraltes Teil, von Uroma höchst persönlich gehäkelt) mit Nadeln auf eine der Seiten feststecken und mit einem gleichfarbigen Faden mit Zickzack annähen.
Jetzt den Stoff auf links drehen und die Seiten so einklappen, dass die Gesamtgröße etwas mehr als 40x40cm ist. Dabei darauf achten, dass die Spitze in etwa die Hälfte des Kissens markiert. Feststecken und zusammennähen. Den Bezug auf rechts drehen und mit schönen Knöpfen eurer Wahl entlang der Spitze verzieren. Füllung rein - fertig!

  
2. Ich glaub mich knutscht ein Hirsch!

Wie versprochen: Hier die zweite Idee, was ihr an Kissenbezügen selbst machen könnt. Auch hier könnt ihr mit wenig Aufwand ein schönes Deko-Kissen gestalten.
Was ihr braucht sind Nähmaschine, ein Blanko-Kissenbezug, Drucker, bedruckbares Transfer-Papier für das Bügelbild, ein passendes Stoffband, Sticknadel und ein dickes Wollgarn.
Der erste Schritt besteht in der Auswahl eines schönen Motivs, das ihr nach Wunsch auch mit einem Schriftzug versehen könnt. Dann druckt ihr das Bild auf dem Transfer-Papier aus und übertragt es nach Anleitung auf den Kissenbezug.
Jetzt kommt die Nähmaschine zu einem kurzen Einsatz, in dem ihr - je nach Stoffart - den Rand einfasst und das Band dann an der Seite festnäht. Da es etwas schwierig ist, die Unterseite des Stoffbands an die Kissenhülle zu nähen, empfiehlt sich zur weiteren Befestigung Bügelvlies. 
Bleibt noch die Verzierung mit dem Wollgarn. Dazu den Faden auf eine nicht allzu dicke Nadel auffädeln und mit Schlingenstich den oberen Rand des Stoffbands an der Kissenhülle fixieren.