Freitag, 21. November 2014

Kitsch pur: Kissen aus Omas Vorhängen nähen


Wer kennt sie nicht: Die alten, ausgedienten Vorhänge von Oma, die aus einer Zeit stammen, in der großflächige, bunte Prints auf Stoffen ultraschick waren und die schon längst in der Altkleidersammlung gelandet wären, hätte sie nicht die Sparsamkeit vor dieser Zukunft bewahrt! Vor einigen Monaten wurde das Haus meiner Oma ausgeräumt, weil sie nicht mehr länger allein dort wohnen konnte. Dabei sind mir ein paar geblümte Vorhänge in die Hände gefallen, aber statt Sichtschutz sah ich da eher ein paar große Sofakissen vor mir. Diese Idee habe ich dann also am vergangenen Wochenende in die Tat umgesetzt und ich muss sagen, das Ergebnis gefällt mir sehr! Und das Beste daran ist, dass es überhaupt nicht schwer war, die Kissen zu nähen!

Ihr braucht:
  • alte Vorhänge
  • farblich passendes Garn
  • Nähmaschine, Schere und Co.
  • Kissenfüllung in der Größe 60x80cm und 50x50cm (oder welche Größe euch eben gefällt)

So geht's:
  1. Die Vorhänge erstmal waschen, das Vorhangband abtrennen (damit löst sich auch die Raffung des Stoffes) und eventuell den umgenähten Saum auftrennen. Ich habe ihn umgenäht gelassen, weil der Stoff an dieser Stelle (da doppelt) etwas stabiler und fester ist, was dem Kissen eine höhere Qualität verleiht. Den Stoff bügeln.
  2.  Dann den Stoff auf die entsprechende Größe zuschneiden: Dabei ist wichtig, dass bei dieser Art des Kissenbezugs (die Damen und Herren vom Fach sprechen vom "Hotelverschluss") kein Reißverschluss verwendet wird, weshalb beim 60x80-Kissen etwa 140cm statt der 120cm gebraucht werden, da der Stoff ja überlappen soll. Bei der Kissengröße 50x50cm dann dementsprechend 120cm. Jeweils 1,5cm Nahtzugabe berücksichtigen.
  3. Die Stoffkanten mit Zickzack-Stich versäubern, dann auf links drehen. Den ehemaligen Vorhangsaum zuerst einschlagen, der soll ja später außen zu sehen sein. Dann die andere Seite darüber legen, bis das Kissen etwa 64cm bzw. 54cm breit ist, damit auch ein dickeres Kissen hinein passt. Nun entlang der Breite zusammennähen.
  4. Jetzt den Bezug nur noch auf rechts drehen, glatt bügeln und über ein passendes Kissen ziehen - Fertig!

60x80cm

60x80cm


50x50cm


50x50cm

Tipp: Dazu mehrere einfarbige Kissen in den Farben nähen, die in den Blütenfarben auf dem bunten Kissen enthalten sind! Ich möchte dazu noch türkisfarbene und grüne Kissen nähen, vielleicht auch noch ein oder zwei gelbe. Vom Gesamtergebnis gibt's dann natürlich auch Bilder!

Mittwoch, 19. November 2014

Adventskalender selber basteln

Was für eine schöne Tradition das doch ist: Der Adventskalender! Ich wollte einen möglichst langlebigen Adventskalender haben, deswegen habe ich - schon im letzten Jahr - einen Adventskalender für mein Schätzelein genäht und gebastelt. Wer noch ein bisschen Zeit hat, kann mit der Anleitung einen tollen Kalender basteln, in den auch mal etwas Größeres hineinpasst (wie ein Schoko-Nikolaus am 6. Dezember) und der auch zeitlos ist. Die Säckchen sind ganz schlicht, zum einen Teil aus altem, grobem, zum anderen Teil aus feinem Leinenstoff genäht. Die Nummernschilder lassen sich ganz einfach austauschen, wenn ich mal keine Lust mehr auf grüne und beigefarbene Bänder habe. 

Das braucht ihr dafür:
  • Stoff in einer Farbe eurer Wahl
  • Nähmaschine, Schere, Nähgarn und Co.
  • Bastelkarton in einer Farbe eurer Wahl 
  • Drucker
  • Nadel und Faden (für die gestickten Zahlen)
  • Bänder nach Wahl
  • Locher

Und so geht's:
  1.  Den Stoff zuschneiden: Ich habe eine Größe von 23x15cm gewählt, d.h. für den Zuschnitt also 46cm Länge plus 2x1,5cm Nahtzugabe und in der Breite 15cm plus 2x1,5cm Nahtzugabe. Die Stoffbahnen längs versäubern, an beiden Breitseiten einen schmalen Saum nähen. Dann der Länge nach halbieren, sodass Saum auf Saum liegt - darauf achten, dass der Stoff auf links gedreht ist! Der Länge nach zusammennähen und die fertigen Beutel nur noch auf rechts drehen und bügeln.
  2. Für die Nummerierung habe ich mich für zwei verschiedene Formen entschieden, damit das ganze nicht so eintönig ist.
  3. Runde Anhänger: Auf Bastelkarton 12 Kreise zeichnen und ausschneiden. Am PC ebenfalls 12 Kreise zeichnen, die im Durchmesser etwa 0,5cm kleiner sind, und mit allen ungeraden Zahlen bis 23 füllen. Auf kräftigerem Papier (z.B. Zeichenpapier) ausdrucken und vor dem Ausschneiden mit Nadel und Faden die Zahlen "nachsticken", sodass man den Druck nicht mehr sieht (ich habe die Zahlen spiegelverkehrt ausgedruckt, dann sieht man die Farbe der gedruckten Zahlen nicht mehr - macht es aber etwas schwieriger beim Sticken). Dann die Kreise ausschneiden, auf die farbigen Bastelkartonkreisen kleben und mit einem Locher Löcher für die Aufhängung machen. Mit einem Band eurer Wahl durch das Loch hindurch und die Anhänger beiseite legen.
  4. Kantige Anhänger: Dafür einfach am PC 12 Rechtecke zeichnen, mit allen geraden Zahlen bis 24 füllen und ausdrucken (auch hier habe ich Zeichenpapier verwendet). Beim Ausschneiden auf einer Breitseite die Ecken schräg abschneiden (s. Bild). Dann etwas größere Formen auf buntem Bastelkarton aufzeichnen und genauso vorgehen. Die gedruckten Zahlenanhänger einfach auf die Kartonanhänger aufkleben und auch hier mit einem Locher Löcher machen. Ebenfalls mit einem Band eurer Wahl durch das Loch durchgehen. 
  5. Jetzt muss der Adventskalender nur noch befüllt und an einem schönen Platz aufbewahrt werden! Wenn die Überraschungen darin nicht ganz so schwer sind, kann man die Säckchen auch auf einer Leine oder einem schönen Band aufhängen und beispielsweise mit einer Lichterkette beleuchten. Viel Spaß damit!





Wieder da!

Ja, ich lebe noch! Ich habe es (vorerst) endlich geschafft und habe mein Deutsch-Examen überlebt :)
Nach einer Zeit voller Höhen und Tiefen, aber vor allem voller Lernstoff, habe ich wieder Zeit für den Blog. 
Da mir die Kombination aus Sinnenrausch und Erstem Weltkrieg irgendwie selbst nicht mehr so recht zugesagt hat, habe ich die Seite mit den Postkarten wieder aufgegeben. Wenn wirklich Interesse daran bestünde, die Postkarten weiter lesen zu können, dann gäbe es natürlich auch die Möglichkeit, daraus einen neuen Blog zu basteln! 

Ich freue mich schon auf die nächsten Wochen, vor allem auf das Backen und Basteln in der Adventszeit - und natürlich darauf, alles mit meinen Leserinnen und Lesern zu teilen :)


Samstag, 9. August 2014

Pflaumen-und Renekloden-Kuchen mit Streuseln

Ja, die Prokrastination greift wenige Tage vor dem schriftlichen Examen um sich. Es läuft gut und deswegen kann man zwischendurch ja auch mal backen (jaja, ist klar..). Aber Pausen sind ja auch wichtig und helfen dem Gehirn bei der Festigung des Gelernten! Wollen wir es mal glauben :) Genug der Faselei: Hier kommt mein Sonntagskuchen-Rezept für euch!


Ihr braucht:

Für den Teig:
  • 400g Mehl
  • 40g Zucker
  • 60g Butter
  • 1 Pck. Trockenhefe
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • 140ml Milch, lauwarm
Für den Belag:
  • zwei Hände voll je blaue Pflaumen und Renekloden
  • 150g Mehl
  • 80g Butter
  • 80g Zucker
  • 1 TL Zimt

Und so geht's:
  1. Die trockenen Zutaten in einer Schüssel vermengen, dann ein Loch in die Mitte machen und das Ei hineingeben. Die Butter wird in Flöckchen über den Mehl-Berg verteilt, dann geht's los mit Kneten. Nach und nach die Milch dazugeben und solange kneten, bis ein weicher Hefeteig entstanden ist. Den Teig in der Schüssel mit einem sauberen Geschirrtuch bedecken und an einem warmen Platz etwa 1,5 bis 2 Stunden gehen lassen.
  2. Der aufgegangene Teig wird nochmals kurz geknetet und auf einer runden, gefetteten und bemehlten Springform (28 cm) verteilen. Während der weiteren Vorbereitungen kurz gehen lassen.
  3. Pflaumen und Renekloden waschen, vierteln und in einer Schüssel beiseite stellen. Dann werden Mehl, Butter, Zucker und Zimt in einer Schüssel zu Streuseln verarbeiten. Die Früchte nun auf dem Hefeteig in der Springform in Ringen angeordnet verteilen. Schön sieht es aus, wenn immer abwechselnd eine Reihe Renekloden und Pflaumen aufeinander folgen. 
  4. Den Backofen auf 180 °C vorheizen, die Streusel auf den Kuchen geben und das Ganze für etwa 40 Minuten backen. Etwas abkühlen lassen und dann von der Springform nehmen - der Kuchen ist warm nämlich fast noch leckerer! Passt gut dazu: Schlagsahne!





Sonntag, 3. August 2014

Geburtstagstörtchen



Es ist so weit: Morgen werde ich schon wieder ein Jahr älter!! Weil es dieses Jahr aber - Examen sei Dank - keine Zeit für große Feiereien gibt, bleibt auch der Kuchen klein. Deswegen gibt es in kleiner Runde Mini-Marmor-Geburtstagstörtchen!

Das braucht ihr:
  • 5 Eier
  • 150g Zucker
  • 1 Pck. Vanille-Zucker
  • 200g Margarine
  • 200ml Milch
  • Saft von einer halben Zitrone
  • 250g Mehl
  • 1 Pck. Backpulver
  • 60g Kakaopulver
  • Kuvertüre, Mini-Smarties, Dekoperlen oder ähnliches
Und so geht's:
  1. Eier, Zucker, Vanille-Zucker und Margarine gut miteinander verrühren, bis eine schaumige Masse entsteht. Den Zitronensaft hinzugeben und nochmals rühren.
  2. Mehl und Backpulver in einer separaten Schüssel miteinander vermischen und im Wechsel mit der Milch nach und nach in die andere Schüssel geben.
  3. Dann wird der Teig etwa halbiert. In die eine Hälfte gebt ihr das Kakaopulver und verrührt alles zu einem glatten Teig. 
  4. Den Ofen auf etwa 180 °C vorheizen und auf zwei Muffinblechen etwa 24 Förmchen verteilen. Ich habe zwei Stück Backpapier in Vierecke, etwa auf die Größe eines Förmchens, geschnitten. Dazu einfach ein gekauftes Papierförmchen auseinanderfalten, auf das Backpapier legen und ein etwas größeres Viereck darum zeichnen. So für das gesamte Backpapier verfahren und, damit's schneller geht, zwei Papierbögen übereinander legen und zuschneiden. Dann werden die Vierecke auf die Muffinbleche verteilt. Am Anfang ist das ein bisschen mühsam, aber man findet mit der Zeit die beste Technik heraus und das Ergebnis zahlt für alle Mühen aus, denn die selbstgemachten Förmchen sind doch schöner als die üblichen, langweiligen weißen aus dem Laden! ;)
  5. Nun je einen Esslöffel helle Teigmasse auf die Förmchen verteilen. Anschließend mit dem dunklen Teil genauso verfahren. Mit einer Stricknadel oder Gabel ein, zwei Mal große Kreise ziehen, so dass ein Marmormuster entsteht. Für etwa 15 Minuten werden die Muffins in den Backofen gegeben. 
  6. Während die Muffins abkühlen, wird die Kuvertüre in einem Wasserbad geschmolzen. Mini-Smarties und andere Deko zurecht stellen, damit alles griffbereit ist. Dann kann es los gehen: Mit einem Teelöffel die Schokolade auf die Muffins träufeln lassen, dann ein paar Smarties und Dekoperlen (oder was ihr sonst zu Hause habt) darauf verteilen. Fertig!