Mittwoch, 1. April 2015

Natürliches Ostereierfärben


Jaaa, ich lebe noch! Ein ganz kurzer Post aus meiner Lernhöhle, denn in eineinhalb Wochen habe ich mein Examen in Geschichte! Danach gibt's hier auch wieder regelmäßiger etwas zu sehen, vielleicht gibt's dann sogar ein paar Hochzeitssachen - bei meinen Freundinnen scheint gerade das Heiratsfieber ausgebrochen zu sein :)

In wenigen Tagen ist Ostern und neben Schokohasen und Osterlamm gehört dazu eben auch das Eierfärben. Traditionell war das ja gedacht, um die Eier, die man über die Fastenzeit nicht essen durfte, haltbar zu machen. Zur Unterscheidung, welche Eier schon gekocht sind und welche nicht, kam eine findige Hausfrau auf die tolle Idee, die Eier doch einfach rot zu färben! Bestimmt hatte sie dafür keine chemischen Farbstoffe oder einen Wasserfarbenkasten. Vielleicht hat sie sogar mit roter Bete gefärbt! Wer weiß.. :) Ich möchte euch heute eine Färbemethode zeigen, wie wir sie in meiner Familie pflegen: Eierfärben mit natürlichen Farbstoffen! Das ist aber noch nicht alles, denn mit den ersten Frühlingsboten kann man die Eier richtig schön verzieren.

Das braucht ihr:
  • einen größeren Topf voller Zwiebelschalen (wahlweise gehen auch Kaffeesatz oder rote Bete)
  • kaputte Nylonstrumpfhosen (wer's eklig findet: neue gehen auch, das ist aber nicht besonders nachhaltig - und die Füße kann man ja weglassen)
  • Bindfaden und Schere
  • eine Eieruhr
  • eine Hand voll Gänseblümchen, Gräser, Löwenzahnblätter und was ihr sonst so alles auf der Wiese findet
  • natürlich: Eier!
  • einen Eierfärbepartner ;)

Und so geht's:
  1. Die Zwiebelschalen im Topf mit Wasser auffüllen, sodass weitgehend alle Zwiebelschalen bedeckt sind. Dann den Topf erstmal beiseite stellen.
  2. Als nächstes müssen die Strumpfhosen in etwa 16cm lange Vierecke geschnitten werden oder zumindest so, dass das Ei hineinpasst und man es an beiden Seiten mit dem Bindfaden noch zumachen kann. Einfach mal ein Ei testweise in die Strumpfhose schieben und passend zuschneiden, dann habt ihr eine Vorlage.
  3. Dann kommt ein etwas fummeliger Teil: Das Ei etwas nass machen und ein Blättchen mit der Oberseite nach unten (dann passt es sich auch besser ans Ei an) auf das Ei legen. Nun das Blatt mit einem Finger am Ei fixieren, während ihr mit der anderen Hand das Strumpfviereck darüber stülpt. Spätestens jetzt braucht ihr Hilfe: Einer hält das Ei im Strumpf, sodass das Blatt nicht verrutscht. Der andere bindet mit dem Bindfaden beide Seiten zusammen, sodass das Ei am Ende wie ein zu groß geratenes Bonbon aussieht. 
  4. Wenn so viele Eier fertig eingepackt sind, wie in euren Topf passen, den Topf auf den Herd stellen und erhitzen, bis das Wasser sprudelt. Dann vorsichtig die Eier in den Topf geben und für 10 Minuten kochen lassen. 
  5. Sind die 10 Minuten um, werden die Eier aus dem Topf genommen und in einem anderen Topf mit kaltem Wasser abgeschreckt. Das Zwiebelschalenwasser kann für mindestens zwei weitere Durchgänge verwendet werden, ebenso die Strumpfvierecke (dafür einfach das Ei auspacken und die Strümpfe kurz auswaschen). 
  6. Damit die Eier schön glänzen, kann man sie auch noch mit Butterpapier (nachdem ihr die Butter entpackt habt ;)) fetten, muss aber nicht sein. 
  7. Fertig! Viel Spaß beim Nachkochen und frohe Ostern :) !





Samstag, 20. Dezember 2014

Spekulatiusmuffins

Ich habe vor Kurzem in den Weiten des worldwideweb ein Rezept für Spekulatiuskuchen gesehen und war ganz begeistert von dieser Idee, sodass ich mich mal daran gemacht habe, ein Rezept für Spekulatiusmuffins auszutüfteln, was gar nicht so schwierig ist: Man nehme einen leckeren Muffingrundteig, füge Gewürze und Spekulatiuscreme hinzu und genieße den feinen Spekulatiusgeschmack!



Das braucht ihr...

... für den Teig:
  • 125g Butter, weich
  • 125g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 2 Eier
  • 200g Mehl
  • 1/2 Pck. Backpulver
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL gemahlene Nelken
  • 1/2 TL Kardamom
  • 4 EL (oder etwas mehr) Milch
  • 4-5 TL Spekulatiuscreme (Brotaufstrich, gibt's z.B. bei REWE)
... für das Topping:
  • etwa 200g Puderzucker
  • 3-4 EL Zitronensaft
  • fein zerkrümelter Gewürzspekulatius

Und so geht's:
  1. Butter, Zucker und Vanillezucker mit dem Rührgerät verrühren, dann Eier hinzugeben und weiter rühren. 
  2. Mehl, Backpulver und die Gewürze vermengen, abwechselnd mit der Milch der Zucker-Ei-Masse zugeben und gut rühren, bis ein schöner glatter Teig entstanden ist. Zu guter Letzt die Spekulatiuscreme dazugeben und nochmals rühren. 
  3. Den Backofen auf 180 °C vorheizen, Muffinförmchen auf ein 12er-Muffinblech verteilen und mit dem Teig bis zu 2/3 füllen. Für etwa 20 Minuten backen, bis die Muffins eine schöne Bräune haben und nach der Nadelprobe kein Teig mehr an der Nadel kleben bleibt. Anschließend gut auskühlen lassen.
  4. Für das Topping Puderzucker in eine Schüssel sieben und mit dem Zitronensaft zu einer zähflüssigen Glasur verarbeiten. Auf die abgekühlten Muffins je einen Klecks der Glasur geben und etwa einen Teelöffel des zerkrümelten Spekulatius darauf verteilen. Etwa eine halbe Stunde trocknen lassen, dann sind die Muffins fertig zum Verzehr!


Donnerstag, 18. Dezember 2014

Gefüllte Schoko-Makronen

Wahrlich, wie die gekauften, im letzten Jahr unglaublich gehypten "Macarons" sehen meine kleinen Makrönchen noch nicht aus (entweder mehr Übung oder andere Küchenutensilien?), dafür schmecken sie aber umso besser - ganz nach dem Motto: Klein aber fein! :) Sie sind nicht so trocken und zergehen einem fast auf der Zunge, d.h. sie sind absolut ausprobierenswert!


Ihr braucht für...

...die Makronen:
  • 3 Eiweiß
  • 2 TL Zitronensaft
  • 250g Zucker
  • 250g gemahlene Mandeln
  • 40g Kakaopulver
 ...die Füllung:
  • 100g dunkle Kuvertüre
  • 2 EL Sahne
  • 30 g Butter

Und so geht's:
  1. Die 3 Eiweiß (am besten in einem hohen Gefäß) sehr steif schlagen, dann den Zitronensaft hinzugeben und weiter rühren. Der Zucker wird nach und nach hinzugegeben, bis ihr eine feste glänzende Masse in der Schüssel habt. Ihr könnt ganz einfach die Probe machen (wie beim Lebkuchenhaus): Rührer eintauchen, herausziehen und wenn kleine Zipfelchen stehen bleiben, dann ist die Masse genau richtig.
  2. Als nächstes werden das Kakaopulver und die Mandeln miteinander vermengt und anschließend vorsichtig unter den Eischnee gehoben. Möglichst nicht groß rühren, sonst fällt der Eischnee zusammen. 
  3. Die Masse wird nun in einen Spritzbeutel mit einer größeren Tülle gegeben. Auf ein mit Backpapier ausgelegten Backblech werden nun Halbkugeln (Durchmesser von etwa 2-3cm - je nach dem, wie groß ihr sie mögt; die Kugeln werden nicht mehr groß aufgehen) gespritzt. Die Makronen für etwa 20 Minuten im auf 140 °C vorgeheizten Backofen gebacken. Damit die Feuchtigkeit aus dem Backofen ziehen kann einfach einen Kochlöffel in die Ofentür stecken, sodass sie einen Spalt weit offen ist. 
  4. Wenn die Makronen abgekühlt sind, können sie mit der Füllung bestrichen werden: Dafür die Kuvertüre zerkleinern und in einem Wasserbad langsam zum schmelzen bringen. Dann Sahne und Butter dazugeben und alles gut verrühren. Die Schüssel wird danach aus dem Wasserbad genommen, damit die Masse ein wenig abkühlen kann. Mit einem Messer eine Hälfte der Makronen mit der Füllung bestreichen, dann ein Gegenstück draufsetzen und leicht andrücken.
  5. Zum Schluss werden die Makronen noch mit Puderzucker bestäubt. Fertig!


Mittwoch, 17. Dezember 2014

Gestickt und zugenäht! Ideen für bestickte Weihnachtskarten

Nadel, Faden und Weihnachtskarten - "Wie passt das denn zusammen?" mögt ihr vielleicht denken. Ich sage euch: Das passt super! 

























Das braucht ihr dafür:
  • Schablone (z.B. Stern, Tannenbaum, usw.)
  • Bleistift, Radiergummi
  • Blanko-Karte
  • Stecknadel
  • feste Unterlage (z.B. ein dicker Karton)
  • Nähnadel (nicht zu dick), Garn eurer Wahl und passend zur Karte
  • Tesa, Schere
  • Bastelpapier (DIN A6), passend zur Karte
  • weißes Papier (DIN A5) als Einlegeblatt

Und so geht's:
  1. Auf die Innenseite der Vorderseite der Karte die Schablone mit Bleistift vorzeichnen. Auf einer Unterlage dann in regelmäßigen Abständen (so etwa alle 0,5mm bis 1cm) mit der Stecknadel Löcher vorstanzen. 
  2. Dann das Garn in die Nähnadel einfädeln und nähen: Von innen beginnen, sodass das Fadenende innen liegt (am besten gleich mit Tesa fixieren) und dann in das nächste Loch einstechen. Als nächstes wieder in das nächste Loch stechen, dann aber wieder zurückgehen und ins vorherige Loch einstechen (von außen nach innen), da ihr sonst keine durchgängige Naht habt (bei Youtube gibt es auch ein paar Videos zum hier verwendeten "Steppstich"). 
  3. So fortfahren, bis ihr die Form komplett nachgestickt habt. Faden auf 2cm abschneiden und mit Tesa festkleben. Dann das farblich passende Bastelpapier darüber kleben, damit die Tesa-Kleberei nicht mehr zu sehen ist. 
  4. Das war's auch schon! Wer mag, kann (wie ich es beim Sternmotiv gemacht habe) das Motiv mit Weihnachtsgrüßen in verschiedenen Sprachen füllen. 




Und noch was: Ein ausgedrucktes Foto besticken

Dafür braucht ihr:
  • Blankokarte
  • weihnachtliches Foto 
  • Drucker
  • Zeichenpapier (es sollte einfach etwas dicker als normales Kopierpapier und nicht ganz weiß sein)
  • Nähnadel, Garn in verschiedenen Farben
  • Tesa, Klebestift

Und so einfach geht's:
  1. Das Bild am PC auf die passende Größe einstellen und auf dem Zeichenpapier ausdrucken, dann ausschneiden.
  2. Mit Nadel und Faden Sterne auf das Bild sticken oder Konturen des dargestellten Gegenstands bzw. der Personen nachsticken. Beim ersten Einstich Faden mit Tesa fixieren, ebenso beim letzten Stich nach innen. 
  3. Zu guter Letzt muss das bestickte Bild noch auf die Blankokarte geklebt werden. Gut trocknen lassen, Einlegeblatt zuschneiden und beschreiben.


Dienstag, 16. Dezember 2014

Spitzbuben-Lieblingsrezept

Die besten Plätzchen für mich waren, sind und werden auch immer mit Marmelade oder Gelee gefüllte sein! Sie sind nicht so krümelig und trocken wie viele andere und durch die Kombi aus Marmelade von etwas säuerlichen Früchten wie Johannis- oder Himbeeren und dem süßen Teig schmecken die Plätzchen nicht komplett klebrigsüß. Ich rücke heute daher (zugegeben etwas spät) mein absolutes Lieblingsrezept für Spitzbuben heraus.


Das braucht ihr:
  • 300g Mehl
  • 100g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse
  • 150g Puderzucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 200g Butter
  • 1 Ei
  • Ausstechförmchen (größere für das Plätzchen an sich und kleinere für das Loch)
  • Wellholz
  • 150g Johannis- oder Himbeergelee (ohne Kerne!)
  • Puderzucker zum Bestäuben

Und so geht's:
  1. Mehl, Nüsse, Puderzucker, Vanillezucker und Salz in einer Schüssel miteinander vermischen. In eine Kuhle das Ei geben und die Butter in Flöckchen drumherum verteilen. Anschließend alles rasch zu einem Mürbeteig verkneten und in einer Schüssel oder Frischhaltefolie für mindestens 1 Stunde im Kühlschrank aufbewahren.
  2. Nach dem Kühlen einen Teil vom Teig abschneiden und auf einer bemehlten Fläche ausrollen. Dann von derselben Form immer ein Plätzchenpaar ausstechen und mit einem kleineren Ausstecher in ein Plätzchen ein "Loch" machen (komisch, das zu beschreiben - guckt euch einfach die Bilder an - die meisten wissen ja doch, wie es geht :) ). So fortfahren, bis der Teig aufgebraucht ist.
  3. Im Backofen (vorgeheizt auf 160 °C) für etwa 10 bis 12 Minuten backen und anschließend gut abkühlen lassen.
  4. Die Plätzchen mit Loch auf einem Backpapier verteilen, mit Puderzucker bestäuben und je auf ein passendes Unterteil setzen. 
  5. In einem Topf das Gelee erhitzen bis es dickflüssig ist. Mit einem Teelöffel vorsichtig das Gelee bis etwa zum Rand in das Loch füllen (bei größeren Plätzchen reicht auch weniger) und alles gut auskühlen lassen. Das war's auch schon - jetzt müsst ihr die Plätzchen nur noch genießen! :)



P.S.: Die süße Dose ist übrigens von Spiegelburg, allerdings ist es schon ein paar Jährchen her, seit ich sie gekauft habe. Aber einfach in der Vorweihnachtszeit im Buchladen die Augen offen halten, es gibt jedes Jahr neue schöne Dosen von Spiegelburg!